

Frankfurt|Klavier
Ich bin Konzertpianistin und Diplom-Musikpädagogin, Absolventin des Moskauer Staatskonservatoriums. Ich gebe Klavierunterricht seit mehr als 30 Jahren. Ich möchte, daß meine Schüler eine neue Welt entdecken, die sehr schön ist und voll seelischer Bewegungen, die durch Berührung der Tasten ausdrückbar sind: Leidenschaft, Zärtlichkeit, Liebe, Verdruß, Ärger, Wut, Humor. Sehr oft erlebe ich, wie ein Kind wieder und wieder mit steigerndem Gefühl das wunderschöne Stück von R. Schumann »Erster Verlust« spielt: es wird ein eigenes Ereignis – ein Verlust? – wieder erlebt, und die Musik hilft, die Schmerzen zu überwinden.

Von der ersten Unterrichtstunde an beginnt die Arbeit am Klang. Der Klang kann schön sein, es ist aber wichtiger, daß er einen Charakter besitzt: er kann staccato (»abgestoßen«) und trocken sein, federnd wie im Marsch von Prokofjew, weich und klagend wie im Waisenkind von Maikapar, böse und wütend wie in der Hexe (»Баба-Яга«) von Tschaikowski, geheimnisvoll wie in _Vision fugitive_ von Prokofjew oder fröhlich wie in der Sonate D-Dur von Haydn. Diese Arbeit am Klang ist charakteritisch für die russische Klavierschule und ein wichtiger Teil meines Unterrichts. Auch die Arbeit an der Dramaturgie und der Form beginnt gleich in den ersten Stunden. Eine Phrase, sogar die kürzeste, hat nur einen einzigen Höhepunkt, auf den die melodische Linie und die Spannung wellenartig zukommen und wieder zurückgehen. Für die Entwicklung der Fingertechnik verwende ich in meinem Unterricht die Etüden von Czerny – das m. E. beste Material für die Ausbildung der Klaviertechnik: Czerny-Germer für Anfänger, später mit steigender Erfahrung op. 299 und op. 740.
Die Erziehung zur Musik ist von höchster Wichtigkeit, weil Rhytmus und Harmonie machtvoll in das Innerste der Seele dringen. Musik ist künstlerischer Ausdruck menschlichen Seins. Sie ist Sprache und fordert zum Kontakt, zur Kommunikation auf. Wie jede Sprache hat sie ihre Grammatik und ihre Vokabeln, die man um so sicherer beherrscht, je früher man sie erlernt. Bis ins hohe Alter fördert ein erlerntes Instrument die Geselligkeit und anregende Bekanntschaften. Das Klavier regt besonders zu Kreativität und weiterem Verständnis der Musiksprache an.
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